Da zur Zeit eine Van Gogh Ausstellung in Seoul stattfindet, wo 63 Bilder des holländischen Künstler gezeigt werden, haben wir kurzum beschlossen, die Ausstellung zu besuchen. Ansonsten müssten wir ja mal nach Amsterdam fahren um die Bilder begutachten zu wollen, das möchten wir ja nun auch nicht „gg“. Das Wetter war super, darum haben wir auch einen kleinen Spaziergang unternommen, die Hochhäuser schaun echt alle super aus. Darüber hinaus gibts vor dem Rathaus an riesen Weihnachtsbaum und an großen Eislaufplatz, der mit koreanischen Kindern geradewegs übersät ist, also ich möchte da net eislaufen gehen….:
Besuch Van Gogh Ausstellung
Dezember 8, 2007Trip zur DMZ(Demilitarised Zone)
Dezember 3, 2007Nach Ende des Koreakrieges wurde am 38° Breitengrad die Grenze zwischen Nord und Südkorea gezogen. Die Grenze besteht aus einem 4 km breitem Bereich, der zur Hälfte Nord und zur Hälfte Südkorea gehört. In diesem Niemandsland verläuft die eigentliche Grenze. In dieser Zone dürfen und wollen keine Menschen leben. Es ist die am stärksten bewachte Grenze der Welt. Heute haben wir einen Trip zur Grenze gemacht. nach einer Stunde Busfahrt und 2 maligem kontrollieren unserer Pässe sind wir als erstes zu einem Infiltrationstunnel, den die Nordkoreaner gegraben haben, um in Südkorea einen Angriff starten zu können, gefahren. Man darf während der Fahrt keine Bilder machen, man sah nur mehr Stacheldrahtzaun und Absperrungen vor Minenfeldern, wodurch uns schon ein bisschen mulmig wurde. Auf dem Bild der Eingang zumTunnel:
Danach gings weiter ins UN Camp Bonifas, wo die UN Soldaten stationiert sind. nach etlichen Kontrollen und viel Stacheldraht,Minenfeldern an der Seite sind wir in das Camp gelangt bevor wir dann in die JSA(Joint Security Area) gefahren sind. dazu gabs wieder ein paar Kontrollen und dann waren wir am Ziel. Manche von euch werden die blauen Häuschen aus dem Fernsehen kennen und wer nicht: die häuschen stehen mitten in der Grenze,also durch die Häuschen verläuft die Grenze. die JSA is die einzige Möglichkeit wo Nord und Südkorea aufeinander treffen, ansonsten ist die Grenze ja 4km breit. In diesen Häuschen haben auch die Waffenstillstandsverhandlungen stattgefunden, die letzen Atomabrüstungsgespräche auch. Leider befinden sich die beiden Koreas ja noch immer im Kriegszustand. In einem der Häsuchen durften wir auch fotografieren(die Soldaten sagen einem genau wo man fotografieren darf und wo nicht) und dort war es auch möglich nach Nordkorea zu gehen, zumindest ein paar Meter(auf dem dritten Foto steh ich nu in Südkorea, auf dem 4 und 5 bin ich in Nordkorea, das eine ist ein Südkoreanischer Soldat, die tragen immer Sonnenbrillen, damit sie immer den Augenkontakt zu nordkoreanischen Soldaten vermeiden, echt arg). Wir waren auch ständig unter nordkoreanischer Beobachtung, wie das letzte Foto zeigt(Soldat mit Fernglas).Anbei ein paar Eindrücke:
Das ganze Gelände ist natürlich mit hunderten Kameras ausgestattet, da kann keiner unbemerkt über die Grenze gehen. Auf diesem Gelände ist auch noch die „Bridge of no return“, die Brücke ohne Wiederkehr. Hier konnten sich 1953 nach Ende des Krieges die Gefangenen aussuchen auf welche Seite sie gehen (Die Grenze verläuft hier in der mitte der Brücke, wir durften net aussteigen, weils zu gefährlich ist, gleich am Ende der Brücke ist nämlich ein nordkoreanischer Posten). Glück hatte,wer Südkore wählte.
Alles in allem war es sehr beeindrucken und auch a bissal bedrückend, so eine Grenze und soviel Stacheldraht hab ich nu nie gesehen. Es gibt ja net nur eine Grenze sonder gleich 3 hintereinander, einfach unglaublich. Also ich bezweifle stark dass da jemals Frieden sein wird.
Erster Schnee in Seoul
November 23, 2007Bei uns hat es ein bisschen länger gedauert aber nun hatten wir auch den ersten Schnee vor 2 Tagen aber leider ist er nicht wirklich liegen geblieben aber in der Nacht is es jetzt schon wirklich eisig kalt. Wir sind am überlegen ob wir auch mal schifahren gehen sollten aber leider kostet des so ca 150 Euro am Tag, da sind wir noch stark am überlegen ob wir das machen.
Naja unten seht ihr ein paar Bilder von der Uni (inklusive Schnee):
Seoul Horse Race Course
November 18, 2007Nachdem das Wetter heute wieder mal sehr schön war, trotz 0 Grad Außentemperatur habe ich beschlossen mir ein paar Rennen an der Pferderennbahn anzusehen, da diese immer am Samstag und Sonntag stattfinden. Mit der U-bahn gings zur Rennbahn wo ich schon Horden von Menschen sah, die irgendwelche Quoten irgendwelcher Pferde zu analysieren versuchten. Ich habe dann das Stadio betreten und muss zugeben so groß hätte ich mir das nicht vorgestellt. Pro Tag gibt es 15 Rennen und da wird gewettet was das Zeug hält. Ich habe natürlich auch gewetten um 80 Cent. Ich hatte keine Ahnung auf was ich eigentlich setzen sollte, aber mein Tipp wurde immerhin Zweiter, da war ich ja gar nicht so schlecht. Naja wenn dann die Rennen starten, dann starten auch die Koreaner, wie wild herumzuschreien(wie wenn das helfen würde, dass das Pferd schneller läuft). Vor dem Rennen werden die Pferde übrigens in einem kleinen Oval vorgestellt, da kann man sich mal ein Bild machen(siehe Foto unten). Nach dem Rennen mischen sich Jubelrufe mit Schimpfwörtern und stinksauren Koreanern. Also der Nachmittag war ganz amüsant aber leider viel zu kalt:
Korean War Memorial – Kriegsmuseum
November 18, 2007Gestern haben wir beschlossen, das Kriegsmuseum in Seoul zu besuchen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass das Museum wirklich eines der Besten war, was wir bis jetzt gesehen haben. Auf einem riesigen Areal befanden sich außerhalb des Museums Panzer, Gewehre, Flugzeuge and andere Fahrzeuge, hauptsächlich aus dem Koreakrieg. Wir haben das Erste mal viele Dinge über den Krieg erfahren, der bei uns eigentlich kaum mal erwähnt wird imm Geschichtsunterricht. Der Krieg dauerte ein bisschen mehr als 3 Jahre und forderte über 4 Millionen Opfer. Das Museum an sich war sehr toll aufgebaut, der ganze Koreakrieg wurde mit Ausstellungsstücken und Multimedia dargestellt und wir haben einen Einblick in diesen grausamen Krieg bekommen. Da wir ja am 1 Dezember an die Grenze fahren werden, war es eine gute Idee sich zuvor über die Geschichte Koreas zu informieren. Nachdem wir 3 Stunden nachdenklich und auch schockiert durch das Museum gewandert sind hatten wir dann genug. Anbei ein paar Eindrücke:
Traditionelles Koreanisches Dorf
November 18, 2007Seit längeren haben wir jetzt wieder einmal ein paar touristische Aktivitäten unternommen, da wir ja nur mehr 5 Wochen hier sein werden. Der erste Wege führte uns in ein restauriertes koreanisches Dorf, das vor circa 500 Jahren entstanden ist. Das Wetter war zwar wirklich kalt aber wir haben trotzdem 2 Stunden damit verbracht uns das Dorf und den umliegenden Park anzusehen. Es war wie immer alles sehr nett hergerichtet, seht selbst:
Neueste Errungenschaft
November 16, 2007Da wir uns hier ja an einer großen Universität befinden und die natürlich auch eine eigene Footballmannschaft besitzt haben wir beschlossen uns diesem Treiben anzuschließen, aber eher passiv als aktiv. Meine neueste Errungenschaft ist daher eine originale Sungkyunkwan University Football Jacke, die wie folgt aussieht:
Nachtrag zum Nationalfeiertag
November 6, 2007Am 26. Oktober war ja unser Nationalfeiertag und der wurde natürlich auch hier in Korea standesgemäß gefeiert. Glücklicherweise wurden wir von unserer Botschaft ins Millennium Hilton Seoul eingeladen um ein bisschen auf Staatskosten zu trinken und zu speisen. Es gab Zipfer Bier und Wein aus Krems und dazu jegliche erdenkliche österreichische Köstlichkeit, angefangen von echtem Schnitzel, Gulasch, Krautrouladen, Apfelstrudel, Topfenknödel,………….
Wir fühlten uns ein bisschen zu hause und darum freuen wir uns auch schon wieder daheim. Fazit dieses Tages: Wir leben in einem wunderbaren Land, das würden wir gegen nichts tauschen.
Trip to Seoraksan
November 5, 2007An diesem Wochenende haben wir beschlossen eine kleine Reise zum bekanntesten Nationalpark Koreas zu machen, dem Seoraksan Nationalpark. Mit dem Bus ging es 3,5 Stunden an die Nordwestküste Koreas, da sich der Nationalpark beinahe beim Meer befindet. Dort angekommen sind wir kurz in unser Motel und dann auch gleich ab ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir schon bald raus.
Erster Tag:
Um 07.30 sind wir mit dem Bus losgestartet um den höchsten Gipfel des Gebirgmassives zu erklimmen, den Daecheongbong, der auf 1700 Metern liegt. Der Anstieg dauerte circa 4 Stunden und war ziemlich anstrengend aber die ganze Truppe mit 16 Personen hat es auf den Gipfel geschafft. Belohnt wurden wir mit einem wunderbaren Ausblick auf den Nationalpark und das Meer, einfach traumhaft. Seht selbst:
Mehr Bilder unter:
http://picasaweb.google.com/martin.vlnas/SeoraksanDayI
Am zweiten Tag ging es dann in ein Tal, das eines der Attraktionen ist. Es war heillos überfüllt mit Koreanern aber je weiter man nach oben kam umso weniger Leute waren da. Wir haben beschlossen einen weiteren Gipfel zu erklimmen, den Ulsan Bawi, der ein schroffer Felsblock ist, was auf den Fotos gut zu sehen ist. Das Wetter und der Ausblick waren unbeschreiblich, ein wirkliches Erlebnis, GIPFELBIER inklusive natürlich, das haben wir uns auch redlich verdient. Die Knieschmerzen waren riesig nach dem Abstieg aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, seht selbst:
Mehr Bilder unter:
Field Trip Samsung
Oktober 23, 2007Mal wieder ein kleiner Beitrag auf der Homepage, da wir vorige Woche Samsung Electronics besucht haben. Hier wurde uns wieder bewusst, wie technikvernarrt die Koreaner sind. Nebenbei ist Samsung der weltweit größte Hersteller von semiconductors, die man für Speicherchips usw. braucht. Den Trip hat unser Professor vom Fach Culture und Management organisiert und danach wurden wir noch zu einem echten koreanischen Essen eingeladen, inklusive Trinkkultur. Danach gings mit Trinken und Karaoke weiter und am Ende befanden wir uns wieder in unserem Stammlokal. Der Professor war so ziemlich der betrunkendste von allen, aber das ist hier so im Geschäftsleben, also das ist wirklich arg. Anbei ein paar Eindrücke:
Mehr bilder unter: